Erklärung von Borderline 

Beim Borderline-Syndrom (Borderline-Störung) handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung. Mediziner verwenden für das Borderline-Syndrom auch den Begriff „emotional instabile Persönlichkeitsstörung“. Menschen mit Persönlichkeitsstörungen zeigen anhaltende und weitgehend gleichbleibende Verhaltensmuster, die durch starre unangemessene Reaktionen in unterschiedlichen persönlichen und sozialen Lebenslagen gekennzeichnet sind. Meist entsteht für Personen, die unter einer Persönlichkeitsstörung leiden, erhebliches persönliches Leid. Oftmals sind die sozialen Beziehungen des Betroffenen so stark beeinträchtigt, dass seine berufliche und private Leistungsfähigkeit deutlich herabgesetzt ist. Dies muss aber nicht immer 1 zu 1 so sein. Es unterscheidet sich oftmals enorm. Einige Menschen quälen sich mit der Traurigkeit einige eher mit dem Hass und der Wut. Beide Empfindungen sind sehr unangenehm und anstregend für einen selbst.

Problematisch bei der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung ist, dass nicht einzelne Verhaltensweisen als „Störung“ bezeichnet werden, wie bei anderen psychischen Erkrankungen (z.B. Angststörungen), sondern eine Beurteilung des gesamten Verhaltens beziehungsweise des Charakters erfolgt. Auch sind die Grenzen von persönlichen „Macken“ beziehungsweise hervorstechenden Persönlichkeitseigenschaften zu einer gestörten Persönlichkeit oft schwer zu ziehen. Beim Borderline-Syndrom gibt es daher verschiedene Diagnose-Kriterien, von denen eine Mindestanzahl zutreffen muss, um die Diagnose stellen zu können. Aufgrund internationaler Übereinkünfte haben Experten die Diagnosekriterien von denen eine Mindestanzahl zutreffen muss, um die Diagnose stellen zu können. Aufgrund internationaler Übereinkünfte haben Experten die Diagnosekriterien im Diagnostischen und Statistischen Handbuch Psychischer Störungen (DSM) zusammengestellt. Darin sind neun verschiedene, charakteristische Symptome der Borderline-Störung aufgeführt, von denen mindestens fünf für die Diagnose zutreffen müssen.

Zusammengefasst zeichnet sich das Borderline-Syndrom durch ein fortlaufendes Muster von Instabilität in

  • sozialen Beziehungen,
  • im Selbstbild
  • und in der Stimmung aus.

Hinzu kommt ein selbstgefährdendes Verhalten, dass sich in Form von Selbstverletzung, Substanzmittelmissbrauch oder hochriskanten Handlungsweisen äußern kann. Die einzelnen Verhaltensweisen müssen bei Betroffenen jedoch nicht alle gleichzeitig vorliegen oder eben nicht akut vorhanden sein. Bei mir ist es so das ich zwar darüber nachdenke aber es gar nicht machen möchte und werde.

Häufigkeit

Bis zu zwei von 100 Menschen der Allgemeinbevölkerung leiden unter dem Borderline-Syndrom. Der überwiegende Teil der Patienten mit einer diagnostizierten Borderline-Persönlichkeitsstörung ist weiblich: Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer. Allerdings gehen Fachleute davon aus, dass Frauen sich häufiger in Therapie begeben als betroffene Männer und ihre Erkrankung dadurch gezählt werden kann. Bei einem großen Anteil der Betroffenen finden sich neben der Borderline-Störung weitere psychische Probleme wie Depressionen oder Symptome anderer Persönlichkeitsstörungen.

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